Wein – Ernte

DIE WEINLESE IST EIN WICHTIGES KENNZEICHEN DER GRIECHISCHER KULTUR.

Es gibt zahlreise Berichte über den Weingartenanbau und die Weinherstellung schon aus der minoischen Jahren. Minoische Sorten werden heute noch in derselben Erde und meistens auf dem gleichen Produktionprozess angebaut.

In fast jedem Haushalt auf Kreta hat man seinen eigenen Wein. Die Pflege des Weingartenanbaus beginnt nach der Weinerntezeit mit dem königlichen Beschneiden. Das Hauptbeschneiden wird, je nach Ort und Höhe, im Januar oder Februar. Dann folgen das Fräsen, das Schneider der Sprosse, das Schwefeln und der Weintrauben.

Die Alterszulage und die Weinlese werden je nach Sorte und Höhe in den ersten 10 Tagen im August bis anfangs Oktober. Bis dann ist es erforderlich, dass der Weingarten ständig betreut wird und man sich damit dauernd beschäftigt, damit verschiedene Krankheiten, Schäden vorbeugt werden.

Die soziale Dimension der Weinlese stellt ein charakteristisches Bild des landwirtschaftlichen Lebens auf Kreta dar. Schon sehr früh am Morgen halten Freunde und Verwandte die Weinlese und tragen die Weintrauben. Nach der Weinlese werden die Trauben in der Weinpresse entweder mit Motorantrieb oder mit den Füßen gepresst und so wird der Most produziert. Der reiche Sonnenschein auf Kreta gibt dem Most gewöhnlich viel Zucker und so haben wir viel Wein.

Jetzt wird die Hausfrau den Most nehmen, sie wird Asche geben, während der Most kocht, und sie macht die “Moustalevria” (eine Süßigkeit- mit Most und Mehl) und gibt Wallnüsse, Mandeln, Sesam, und Zimt dazu. Nach dem Weinpresseprozess kommt der Most in Fässer oder bleibt in der Weinpresse für ein paar Stunden, bis er Farbe und Taninen bekommt. Dann wird Feierzeit. Alle sitzen am reichen Tisch mit dem besten Wein darauf und wünschen den Hausman. Die große Mühe des Tages wird bald zur Lust auf Tanz und Singen.

ZURÜCKWEITER