Heraklion


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Das moderne Iraklion hält den Ruf   eine der attraktivsten Städte des Mittelmeeres zu sein. Deckt nicht nur den Geschmack und die Anforderungen seiner Besucher ab, sondern auch seiner Einwohner. Die Sehenswürdigkeiten Iraklions sind viele, da sich hier die antiksten Monumente, Beispiele und Aussagen für die erste westliche Zivilisation Europa ,  befinden. In der Region von Iraklion traf sich Zeus, der Gott der Gastfreundschaft, mit der wunderhübschen Prinzessin Europa, die die Minoischen Könige und Weisen gebärte, Gründer des ersten zivilisierten Kontinents der Welt.

Im Zentrum der Stadt gibt es viele Denkmäler des mittelalterlichen Kretas, die das Aufblühen dieser  Zeit zeigen. Aufwärts des Hafens trifft man auf das erste bedeutende Denkmal, Loggia, hier befinden sich heutzutage das Rathaus von Iraklion und ein Teil der Dienstleistungen der Stadt. Die Loggia diente als Treffpunkt des Herzogs von Iraklion und seinen Beamten, geschmückt mit Skulpturen, Wappentrophäen, 82 Blenden u.a. diente  sie Jahrhunderte lang für die Erhohlung, Spiel und offiziellen Feierlichkeiten der Herrscher. Ihre Arkaden werden auf das 14. Jahrhundert chronologiert und die End Form auf das 17. Sie ist auf der Piazza dei Signori ( Behörden ) gebaut. Sie gilt als das schönste venezianische Denkmal, und bekam im Jahr 1987 den ersten Preis von EUROPA NOSTRA des bestrestaurierten europäischen Denkmals.

Südlich der Loggia befindet sich die Basilika des Heiligen Markus, die im Jahre 1239 auf der Piazza del Biade ( Marktplatz des Weizens ) erbaut wurde und die Kathedrale Kretas war. Sie gehörte dem Besitz des Herzogs an und in ihrem Raum  wurden alle Herzöge begraben. Heut zu Tage beherbergt sie die Städtische Kunstgalerie. Nur ein paar Meter von der Kirche  entfernt befindet sich der aufwendige Brunnen bekannt mit dem Namen ´´Löwen´´ dekoriert mit exquisiten Schnitzereien aus der Tierwelt und dem Meer. Erbaut im frühen 17. Jahrhundert von Francesco Morosini um den Platz zu schmücken aber auch für das wertvolle Wasser der Stadt zu sorgen.

Südwestlich des Löwenplatzes in einem Abstand von 100 Metern, befindet sich das mittelalterliche Kloster Agia  Ekaterini, hier befand sich die kretische Universität des Mittelalters viele europäischen Künstler, Philosophen, Kirchenväter, Dichter und Schriftsteller wurden hier Berühmt. Heut zu Tage beherbergt Agia Ekaterini eine reiche und bemerkenswerte Sammlung von Gemälden und Heiligenbilder.

Nur wenige Meter entfernt von Agia Ekaterini steht die Kathedrale von Agios Minas, der Schutzpatron der Stadt Iraklion, er rettete Anfang des 19. Jahrhundert die Christen von der Schlachtung, als die Türken versuchten sie zu vernichten. Die Kirche wurde 30 Jahre lang gebaut und wurde 1896 mit einer majästitischen Zeremonie und einer großartigen Feier eröffnet. Daneben befindet sich die kleine Kirche von Agios Minas, älter und mit prächtigen Fresken und Heiligenbilder von großen Malern beschmückt.

Im Zentrum Iraklions, nordöstlich der Platia Elefterias ( Freiheitsplatz ) befindet sich das Archäologische Museum ( Archäologische Museum Iraklions ), dort sehen tausende von Besucher die sagenhaften Schätze der minoischen, alten, klassischen, hellenistischen und römischen Zeit Kretas.

Im Hafen steht majästitisch die Festung von Koule, die Jahrhunderte lang die Stadt schützte und als nasses Gefängnis diente. Westlich des Hafens von Iraklion befindet sich das historische Museum, dort werden die Schätze der Byzantinischen und Neuzeit der Großinsel, beherbergt. Künstlerische Arbeiten der populären Kultur Kretas, einige Werke des großen Malers El Greco, der in Iraklion geboren wurde und dort Kunst studierte, sowie auch Heiligenbilder aus der Berühmten Schule für Heiligenmalerei Kretas, schmücken dieses herrliche Museum. Ein typisches kretisches Haus und zwei Säale mit Erinnerungsstücke des großen Schriftstellers Nikos Kazantzakis sind ebenfalls dort untergebracht.

Die Stadt Iraklion ist umringt von den riesigen venezianischen Mauern, die sie von den Feinden beschützten und sie als die best geschützte Stadt des Mittelmeeres berühmt machten. Fünfundzwanzig Jahre widerstand sie der Belagerung duch die Türken, die schließlich die Stadt, durch den Verrat eines venezianischen Ingenieurs der sie nachts, durch einen geheimen Eingang in die Stadt führte, einnahmen. In der Südwand steigt die Martinengo Bastion auf, dort ist der große Autor des Zorbas und Dichter der Odyssee, Nikos Kazantzakis begraben. Südlicher befindet sich das alte Stadteingang zu Westkreta bekannt als Chanioporta. Im südlichen Teil der heutigen  Stadt befinden sich die Paläste von Knossos. Kirchen des Gestern und des Heute, Brunnen, Stadtmauern und mittelalterliche Gassen schmücken  auch heute noch die Stadt Iraklion, die Tag und Nacht voller Leben ist.

Kunst

Iraklion schenkte in seiner langen Geschichte wunderbare Beispiele von Architektur , Skulptur,  Keramik, große Maler und Schriftsteller. Die große Anzahl von Wanddenkmälern vom 11. bis zum 15. Jahrhundert auf Kreta ist beeindruckend.

Mit dem Fall von Konstantinopel, aber auch davor, erreichten viele bekannte und unbekannte Künstler, die von den Venezianern eroberte Insel Kreta, hier vereinigten sich die künstlerischen Ideen die man aus der Großstadt mitbrachte  mit der fortgehenden Tradition der Insel. Mit der Verbreitung der Kretischen Schule auf dem Balkan und dem Mittelmeerraum ( 1450 – 1700 ) erschuf sich ein großer Strom der im 16. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte, der jedoch  langsam durch dem Fall von Candia ( 1669 ) und  dem Beginn der osmanischen  Herrschaft erlöscht.

Der Einfluss der westeuropäischen Zivilisation, die sich im Ende des Mittelalters und Beginn der Neuzeit,  auf Kreta entfaltete ist sehr wichtig. Leider ist die Mehrheit der Funde nicht mehr vorhanden oder in einem großen Ausmaß verändert das sie schwierig  erkennbar sind. Mit dem Verlassen der Venezianer von Kreta wurden die Kunstmalereien von der Insel entnommen oder zerstört. Die größte Anzahl an Gebäuden und deren Inneneinrichtung verschwanden. Nur eine kleine Anzahl an architektonischen Werken, mit der Zeit veränderte und nur der architektonischen Struktur, wurde gerettet. Heute, neben der wirtschaftlichen Entwicklung, hat Iraklion eine intensive künstlerische Tätigkeit entwickelt, im Bereich kulturellen Veranstaltungen, zeitlichen Ausstellungen internationalen und nationalen Interessen in Zusammenarbeit mit vielen Organisationen Griechenlands und dem Ausland. Alle Ereignisse werden von parallelen Veranstaltungen begleitet.

Malerei

Nach dem Fall von Konstantinopel 1453, besitzt die Produktion von kleinen religiösen Bilder weiter einen wichtigen Platz in der religiösen Kultur und der orthodoxen Bevölkerung, insbesonderst im venezianischen Kreta, Handaka -Candia das heutige Iraklion. Viele Maler verlassen Konstantinopel und ziehen nach Handaka. Hier lernten sie die Geheimnisse ihrer Kunst den lokalen Malern. Die Standards der Paleologen werden oft mit Elementen aus der westlichen Kunst kombiniert durch den Kontakt der kretischen Künstler und der Künstler aus Venedig. So entstanden die Grundlagen der kretischen Malerei die auf sich sehr hohem Niveau befand bis zur Besetzung Handax von den  Türken im Jahr 1669.Nach der Eroberung Kretas sind die kretischen Städte keine führende Kunstzentren mehr.

Der Ruf der kretischen Maler blieb, auch nach dem Fall des Wohlstands, in der orthodoxen Welt erhalten. Im 18. Jahrhundert gab es auf Kreta immernoch künsterische Aktivitäten und die kretischen Maler reisten weiterhin in andere Orte. Dies bedeutete, das die künstlerischen Ausbrüche regional fortgesetzt wurden, aber von kleineren Bedeutung, wie z.B. die Tradition der Handwerkskunst, wenn auch nicht wesentliche Strukturmerkmale. Heutzutage wird die Tradition der Heiligenbilder, Ikonen, weitergeführt. Neben dem traditionellen Design produziert, eine neue Generation von Malern dynamisch mit ihren Werken  und charakterisiert die visuelle Suche des Ortes. Die städtische Galerie die in der Kathedrale des Heiligen Markus untergebracht ist beherbergt die Sammlungen der kretischen Maler, während hier regelmäßig nationale Ausstellungen , aber auch Zusammenarbeiten mit nationalen und internationalen Organisationen stattfinden.

Kretische Schule der Ikonographie

Iraklion, in den Jahren der Enetokratie, nach dem Fall von Konstantinopel, blühte zu einem der wichtigsten Kulturzentren des venezianischen Gebiets auf. 1600 hatte die Stadt 20000 Einwohner. In dieser Periode beschäftigten sich in Iraklion 200 Maler, deren Ruf weit über die Insel hinweg ging, ihre Werke schmücken nicht nur klösterliche Zentren auf dem Festland Griechenlands sondern auch den orthodoxen Osten. In diesem Zusammenhang bildete sich langsam die* kretische Schule* der Malerei. Kunstwerke und bildverzierte Handschriften reisen in den venezianischen Osten und zu den bedeutesten orthodoxen Klöster.

Die Kretische Schule für Heiligenbilder schafft bedeutende Werke, die sich heutzutage in Museen, Klöster, privaten und öffentlichen Sammlungen, befinden, im Ganzen bilden sie ein wichtiges und einzigartiges Kapitel in der Geschichte der Kunst. Leider wurde diese aufblühende Zeit nach zwei Jahrhunderte ( 16. und 17. ), mit der Einnahme von Iraklion ( Candia ) von den Türken, brutal unterbrochen, all dieses geistige blühen der kretischen Renaissance. Wichtige Vertreter der kretischen Schule der Ikonographie sind: Aggelos ( 17. Jahrhundert ), Michael von Damaskus ( 16. Jahrhundert ), Domenikos Theotokopoulos – El Greco ( 16. Jahrhundert), Theophanes der Kreter ( 6. Jahrhundert ), Georgios Klontzas ( 17. Jahrhundert ) und Johannes Kornaros ( 18. Jahrhundert ).

Domenikus Theotokopoulos oder El Greco

El Greco eine der wichtigsten Figuren der Kunstwelt wurde im venezianischen Iraklion ( Candia ) geboren. Hier bekam er seine ersten Kunstunterrichtsstunden bis zu seinem 20. Lebensjahr, wo er nach Italien geht, scheint er bereits die Kunst der Ikonographie erobert zu haben, nach den Dateien aus dieser Zeit erscheint er bereits als ein erfolgreicher Künstler. In Venedig, seiner ersten Station perfektioniert er neben Tizian seine Kenntnisse in der westlichen Malerei. Nach einer kurzen Zeit in Rom, zieht  er 1577 nach  Toledo in Spanien dort entwirft er sein großes Werk. Er höhrte nie auf seine Wurzeln zu erwähnen und signierte seine Werke mit ‘ Domenikus Theotokopoulos der Kreter ‘.

Mit tiefen Kenntnisse in der byzantischen tradition und des Gedanken der antiken griechischen Renaissance gibt er in seinem Werk die geheime Flamme der orthodoxen Kunst sowohl auch seine persöhnliche Visionen wieder. Heutzutage ist in einem speziell gestaltetem Zimmer des historischen Museums sein frühes Werk `’ Oros Sina ‘ ( Berg von Sina ) dem Besucher ausgesetzt.

Michael von Damaskus

Dies ist vielleicht der wichtigste  Maler der kretischen Schule. Um das Jahr 1540 in der Stadt von Iraklion ( Candia ) geboren studierte er in der Hochschule von Agia Ekaterini von Sinai. Seine Werke heben die Paarung zwischen der byzantischen Ikonographie, der Technik der westlichen Malerei und der Renaissance hervor. Er malte viele Werke die sich verstreut in Sammlungen des Heiligen Georgios von Venedig, dem Byzantischen Museeum von Athen und sogar in der byzantischen Sammlung der Heiligen Ekaterini von Sinai, befinden. Dort sind sechs seiner wichtigsten Werke, die dem Kloster von Vrontisi, gehörten ausgestellt. Es ist sehr wahrscheinlich dass er für eine lange Zeit im Atelier des Klosters gearbeitet hatte.