Museum kretischer Ethnologie | Locations

Museum kretischer Ethnologie

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Das Museum kretischer Ethnologie besteht aus einem Ausstellungskomplex und einem Forschungs- und Konferenzzentrum in einem separaten Gebäude, wo auch alle anderen Funktionen des Museum versammelt sind: Forschung, Schulung, Konferenzen, Bibliothek, Zeichenraum, Audio- Workshops, Fotografie, Wartung, wissenschaftliche Labore,Archive und Lager.

Das Museum stellt der Zurschaustellung der Exponate ein zweistöckiges Gebäude mit einer Gesamtfläche von 500 m2 zur Verfügung  und plant die Erweiterung in einem anliegenden traditionellen Gebäudekomplex mit 300 m2. Die ethnographische Forschung des Museums und seine Exponate decken das 2. Jahrtausend n. Chr. auf Kreta ab. In der ersten Phase der historischen Entwicklung der Insel mit der Wiedereinnahme von den Byzantinern 963 und ihrer Anwesenheit bis 1205 tritt das kretische Volk  in die griechische Renaissance des Mittelalters ein.

In den folgenden 700 Jahren der Besetzung durch die Venezianer und die Türken wird sich das kretische Volk nicht nur politisch den Besatzern nicht beugen, sondern es entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte kreativ, indem es das Vorbild  des Reiches aufrecht erhält. Die Ausstellung zeigt 3000 Exponate von ganz Kreta und folgt der ethnologischen Klassifizierung der sozialen Arbeiten des Menschen: Ernährung, Architektur, Weberei, Kunst – Handel, Transport, Sitten und Gebräuche, soziale Organisation.

Die museologische Methodologie der Ausstellung ist die von G.H. Riviere vom Musee National des Arts et Traditions Populaires(ATP) in Paris. Die Ausstellung bekam 1992 eine besondere Auszeichnung bei der Verleihung des Europäischen Museums des Jahres (EMYA) vom Europäischen Museums Forum und des Europarates. Das Museum kretische Ethnologie (MKE) war das sechste in Folge griechische Museum, das diese Auszeichnung seit der Gründung des Instituts 1977 erhielt. Die Stiftung Museum der kretischen Ethnologie wird von dem Ministerium für Kultur betreut und gehört zur Direktion der Volkskultur. In chronologischer Reihenfolge hier die Direktoren die den Betreiber unterstützten: Dimitris Kokkinos, Georgeos Ninos, Mary Michailidou, Theocharis Provatakis und Teti Chatzinikolaou.

(Verfasser: Ch. Vallianos)