Limnes–Skinias | Locations

Limnes–Skinias

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In Limnes beginnt im Schatten des Hügels, wo einst Driros (8. bis 1. Jh. v. Chr.) seine Blütezeit erlebte, diese interessante Route. Eine Route, die uns Stück für Stück in die Vergangenheit führt. Mittels der Natur und dem Lebensstil der Einheimischen der Region offenbaren sich hier vor unseren Augen religiöse Monumente, Klöster, traditionelle Architektur, traditionelle Beschäftigungsformen und volkstümliche Traditionen.

Begleitet von herrlich riechendem Salbei und gelb blühendem Dornginster, der bereits den ohnehin nur noch spärlich sichtbaren vielbewanderten Weg zu überwachsen droht, setzt sich die Route fort. Limnes oder Nikithiano – Keramos – Agios Antonios – Syrmesos – Dories – Karydi – Kloster Aretiou – Chontrovolaki – Skinias, Ortschaften und Dörfer, Klöster und Klosteranlagen. In der Umgebung gibt es über 50 Klöster. In vielen von ihnen sind noch heute monumentale architektonische Bauten erhalten, bei denen es sich um die alten Klostergüter von Apano Merabelo handelt, die sich zu Dörfern entwickelten.

Die Landschaft hat hier im nordöstlichen Kreta eine ganz eigene Geomorphologie und Physiognomie. Trockenmauern allerorts umzäunen die Felder, ziehen sich entlang der Steinwege, umziehen die Trockenbrunnen und Dreschplätze und stützen das rote Felsgestein ab. Kalk und zerkleinerte Ziegel sorgen dafür, dass das notwendige Regenwasser erhalten bleibt. Die Landschaft ist felsig und karg, aber von einzigartiger Schönheit. Ein schwieriges Leben in früheren Zeiten abhängig von der Weinlese, der Ernte der Mandeln, der Oliven, des Getreides, der Hülsenfrüchte der Bienen und der Käserei.

Wertvolle Erzeugnisse dieser von salziger Meeresluft geprägten Landschaft und der Anstrengungen ihrer Bewohner: das Öl, die Milch, der Honig und andere Erzeugnisse. Geriebene Mandeln, Oliven, Bulgur und Brot sind die Erzeugnisse, die in dieser wasserarmen Region zuhause sind. Eine durch die salzige See geprägte Ernährung mit Gemüse und Fleisch mit einzigartigem Nährwert. Den Einheimischen mit ihren roten Wangen, und ihren spärlichen Einkünften, ist es hier gelungen, auch in schwierigen Zeiten zu überleben.

Es sind noch immer die gleichen männlichen Staturen und Frauen mit ihren Kopftüchern, die auf den frisch gemalten Ikonen in den byzantinischen Kirchen abgebildet sind. Man sagt, dass man in kargen Landschaften ein intensiveres Leben spürt und die Schönheit schlichter und zugänglicher ist, um schöne Augenblicke zu erleben und wenigstens ein bisschen vom verlorenen Glück wiederzuentdecken. Von Skinias sind das Meer und die Fischtaverne (in Vlychadia oder in Gyalo) in der Nähe. Ein Besuch lohnt sich durchaus.

  • Schwierigkeitsgrad der Strecke: Leicht