Koufonisi von Lassithi | Locations

Koufonisi von Lassithi

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Es handelt sich um die Insel Lefki, die Plinios erwähnt. Es gibt eine besondere Erwähnung in der Inschrift von Toplou Kloster. Diese Inschrift wurde im nahe gelegenen Itanos gefunden und enthält einen Schiedsspruch zwischen Itanos und Ierapitna um das Zeus Heiligtum bei Palekastro.

Denn Lefki war eine wichtige Station für Schwammfischerei und hauptsächlich Verarbeitung von Purpurschnecke (Muschel, von denen die bekannte und teurere Purpurfarbstoff genommen wurde) und denn die Lage von Lefki war von strategischen Bedeutung, insbesondere in Bezug auf den Schiffe, die den Südostküste von Kreta erreichten, Lefki war ein Zankapfel zwischen den beiden Städten und schließlich hat Itanos sich rechtfertigt.

Die Niederlassung auf der Insel war kontinuierlich von der frühminoischen Zeit (3000-2200 v. Chr.) bis in die frühchristliche Zeit. Die Insel wurde 4. Jahrhunderts. v. Chr. verlassen. Die minimalen Interventionen (vor allem durch Bebauung und Viehzucht) haben die Möglichkeit für Erhaltung der Altertümer gegeben, obwohl der größten Teil der Oberfläche der Insel mit Sand sich bedeckt hat, weil die Insel unbewohnt war.

In der nordöstlichen Rand von Koufonissi, gegenüber der Insel Marmara und eine kurze Strecke vom Strand entfernt haben die Ausgrabungen ein gut erhaltenes Theater aus Stein ans Licht gebracht, das zwölf Sitzreihen enthielt und rund tausend Menschen hinein passte. Ein Teil des Theaters hat heutzutage nicht überlebt. Das Orchester war fast halbkreisförmig  und bedeckt mit keramischen Platten. Die Bühnengebäude (Dimensionen 20m x 19m) ist in den westlichen Teil zerstört, aber der östliche Teil, die Kulisse, das Logeion, das Hyposkenion und die östlichen Nebenstraße, die mit einer Kuppel bedeckt war, sind gerettet. Es sieht so aus, dass der Fanatismus einiger Christen des 4. Jahrhunderts v. Chr. zu der wilden Plünderung und Zerstörung des Theaters geführt hat.

Das zweite wichtige Gebäude der Siedlung der Insel war das Gebäude von den Öffentlichen Bädern (Balineae), die zum Einsatz von dem 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. gekommen sind. Dieser Gebäude ist charakteristisch der römischen Stadtplanung und umfasst alle Räume, die nach den Ordnungen der Bädern zum Einsatz, in einem solchen Gebäude kamen: rund um den Garten (für die Erholung der Besucher und Kunden) sind die Zimmer, wie z. B. der zentrale Kessel, deren Wände bis zu einer Höhe von 4 Metern gerettet sind, zwei Hypokausten, Bäder für Schwitzen und Umkleideräume.

Die Siedlung erweiterte auf den Südosten des Theaterraums. Eine Villa mit acht geretteten Zimmern, imposanten Propylon, Küche, Hauswerkstatt für die Verarbeitung von Purpurschnecke ist sehr typisch. Es hat auch zwei Zimmer mit Boden mit schwarzen und weißen Mosaiksteine, die geometrischen Muster bilden. Im südlichen Teil der Insel gibt es  ein Tempel, von Dimensionen 18m x15,70 m, dessen Krepis gerettet ist. Der Haupteingang der Krepis befindet sich in den östlichen engen Seite und der zweiten Eingang ist eskaliert in der nördlichen Seite. Der größere Teil des Tempels ist zerstört, weil seine Steine für den Bau des Nebengebäudes des Leuchtturms benutzt wurden. Neben der Nordwestecke des Tempels waren zwei große Teile eines kolossalen Statue für Anbetung (die über 2,5 m war) gefunden Diese Statue stellte eine auf einem Thron sitzende Gottheit dar.

Eine Reihe von großem gewölbtem Wasserreservoir mit eingebauten Leitungen, die Wasser aus Quellen geleiten haben, ist beeindruckend. An der Westküste wurden die Höhlen als Kapellen mit Schnitzereien mit Heiligenbilder und lateinischen Inschriften verwendet (eine von diesen Kapellen ist von 1638).

Der englische Admiral Th. Spratt hat erst Mitte des letzten Jahrhunderts die Insel besucht und hat die Ruinen ausführlich beschrieben, die dort gefunden hat: ein Tempel im Süden mit Stücken aus einem Marmorstatue, eine Siedlung im Norden der Insel und Wasserreservoirs in der Mitte.

Im Jahr 1903 haben die englischen Archäologen R.C. Bosanquet und Ct. Curelly eine Obduktion gemacht, damit sie herausfinden konnten, was Spratt sagte, und im Jahr 1971 hat A. Leonard (Junior) eine sorgfältigere Forschung gemacht. Im Jahr 1976 wurden systematischen Ausgrabungen von N. Papadakis aus den Dienst für die Überwachung der Prähistorischen und Klassischen Altertümer angefangen und gehen bis heute weiter.