Die Weißen Berge

DIE WEISSEN BERGE, ZU GRIECHISCH LEFKA ORI, SIND DAS GROESSTE MASSIV DER INSEL, DESSEN HOECHSTER BERG DER PAHNES (2.453 M) IST.

Inmitten dieser eindrucksvollen Bergkette liegt die zentrale Hochwüste mit ihren mehr als fünfzig über 2000 m hohen konischen Gipfeln, die als Sori (Säulen) bezeichnet werden. Am Fuße dieser Gipfel befinden sich trichterförmige Dolinen. Diese geheimnisumwitterte und eindrucksvolle Landschaft ist geologisch einzigartig in der nördlichen Hemisphäre.

Das Wandern in den Weißen Bergen erfordert eine gute körperliche Kondition, Erfahrung und einen guten Orientierungssinn. Es gibt mehrere Bergunterkünfte, in denen Wanderer übernachten können.

Die höchsten Bergregionen sind bis spät in den Juni hinein mit Schnee bedeckt. Die Landschaft ist geprägt von Höhlen, Steilhängen, Dolinen und Schluchten.  Am bekanntesten ist die Samaria-Schlucht im Nationalpark Weiße Berge, doch gibt es noch viele weitere. Unter anderem liegen im Süden die Schluchten von Aradena, Tripiti, Klados, Agia Irini, Imbros und Kallikratis und im Norden die Schluchten von Vrissi, Therisso, Cyclamen, Boriano, Dittany und Kidoni.

Die Weißen Berge bergen die tiefsten Höhlen Griechenlands. Dazu gehören die dunklen Höhlen von Gourgouthakas und Leon. Die bekanntesten Hochebenen sind die von Omalos, Anopolis, Askyfou, Tavri und Niato.

Die Weißen Berge sind Heimat einer vielfältigen, ausschließlich endemischen (also stenoendemischen) Flora und Fauna. Nirgends sonst, nicht einmal in anderen Teilen Kretas, sind diese Arten zu finden. Im Süden ist die Gebirgskette mit Zypressen, Eichen und Pinien bedeckt, während in den feuchteren Gebieten die Entwicklung von Kastanienbäumen, Platanen und anderen wasserliebenden Gewächsen begünstigt wird.