Berge

DAS AUFFAELLIGSTE MERKMAL KRETAS SIND DIE GROSSEN GEBIRGSKETTEN MIT IHREN VIELEN GIPFELN.

Die kretischen Berge gliedern sich hauptsächlich in drei Gebirgsketten: das Dikti-Gebirge in Lassithi, das Ida- oder Psiloritis-Gebirge in Zentralkreta und die Weißen Berge (Lefka Ori) in Chania. Der höchste Berg Kretas ist der Timios Stavros (2.456 m) im Ida-Gebirge, doch das Gebirge mit der größten Fläche sind die Weißen Berge, deren höchster Berg der Pahnes (2.453 m) ist. Der höchste Gipfel des Dikti-Gebirges ist der Spathi (2.148 m).

Weitere bedeutende Berge auf Kreta sind das Asterousia-Gebirge, das das südlichste Gebirge  Kretas darstellt, der Berg Yiouchtas, der den Minoern heilig war, der zerklüftete Berg Kedros bei Spili mit seinen hundert Quellen, die Berge von Talos, an deren Fuße der Sage nach der mythische Roboter Talos ruhte, und der mit Pinien bewachsene Berg Thripti bei Ierapetra.

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Die Weißen Berge

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DIE WEISSEN BERGE, ZU GRIECHISCH LEFKA ORI, SIND DAS GROESSTE MASSIV DER INSEL, DESSEN HOECHSTER BERG DER PAHNES (2.453 M) IST.

Inmitten dieser eindrucksvollen Bergkette liegt die zentrale Hochwüste mit ihren mehr als fünfzig über 2000 m hohen konischen Gipfeln, die als Sori (Säulen) bezeichnet werden. Am Fuße dieser Gipfel befinden sich trichterförmige Dolinen. Diese geheimnisumwitterte und eindrucksvolle Landschaft ist geologisch einzigartig in der nördlichen Hemisphäre.

Das Wandern in den Weißen Bergen erfordert eine gute körperliche Kondition, Erfahrung und einen guten Orientierungssinn. Es gibt mehrere Bergunterkünfte, in denen Wanderer übernachten können.

Die höchsten Bergregionen sind bis spät in den Juni hinein mit Schnee bedeckt. Die Landschaft ist geprägt von Höhlen, Steilhängen, Dolinen und Schluchten.  Am bekanntesten ist die Samaria-Schlucht im Nationalpark Weiße Berge, doch gibt es noch viele weitere. Unter anderem liegen im Süden die Schluchten von Aradena, Tripiti, Klados, Agia Irini, Imbros und Kallikratis und im Norden die Schluchten von Vrissi, Therisso, Cyclamen, Boriano, Dittany und Kidoni.

Die Weißen Berge bergen die tiefsten Höhlen Griechenlands. Dazu gehören die dunklen Höhlen von Gourgouthakas und Leon. Die bekanntesten Hochebenen sind die von Omalos, Anopolis, Askyfou, Tavri und Niato.

Die Weißen Berge sind Heimat einer vielfältigen, ausschließlich endemischen (also stenoendemischen) Flora und Fauna. Nirgends sonst, nicht einmal in anderen Teilen Kretas, sind diese Arten zu finden. Im Süden ist die Gebirgskette mit Zypressen, Eichen und Pinien bedeckt, während in den feuchteren Gebieten die Entwicklung von Kastanienbäumen, Platanen und anderen wasserliebenden Gewächsen begünstigt wird.

Das Psiloritis-Gebirge

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DAS IDA-GEBIRGE, DAS AUCH ALS PSILORITIS-GEBIRGE BEZEICHNET WIRD, BEHERRSCHT DAS ZENTRUM KRETAS.

Die Kapelle von Timios Stavros markiert den mit 2456 Metern höchsten Gipfel der Insel. Die hohen Bergregionen sind bis spät in den Juni hinein mit Schnee bedeckt. Die raue Schönheit dieser Berge versetzt Besucher in Staunen. Grandiose Höhlen, eindrucksvolle Karstformationen, tiefe Schluchten, kleine Hochebenen, Wälder, winzige Dörfer an steilen Felshängen und vegetationslose alpine Regionen bilden eine eindrucksvolle Szenerie.

Um den Psiloritis, den heiligen Berg der Minoer, ranken sich viele Mythen. Der griechische Gott Zeus wurde einer Überlieferung nach in der Idäischen Grotte aufgezogen. Früher war das Psiloritis-Gebirge von dichten Wäldern bedeckt, von denen heute nur noch Restbestände erhalten sind. Der Eichenwald von Rouvas bei Zaros ist das bedeutendste verbliebene Waldgebiet.

Ein authentisch traditioneller kretischer Ort ist Anogia, die größte Ansiedlung in der Bergregion der Provinz Milopotamos. Sehenswert sind die Hochebene von Nida und die sogenannten mitata, einfache runde Gebäude mit einer kleinen Kuppel, die ohne Mörtel aus Natursteinen errichtet wurden. Mitata boten Hirten Zuflucht und wurden auch zum Ziegenmelken und zur Ziegenkäseherstellung genutzt. Auf der Nida-Hochebene können Sie die Idäische Grotte, die Ausgrabungen von Zominthos und das Observatorium von Sinakas besuchen.

Im Psiloritis-Gebirge gibt es zahlreiche Höhlen. Zwei davon sind zur Besichtigung geöffnet, nämlich die Sfendoni-Höhle bei Zoniana und die Gerontospilios-Höhle bei Melidoni. Außerdem ist dort die archäologisch höchst bedeutsam Kamares-Höhle zu finden. Das Psiloritis-Gebirge ist zugleich ein immenses Wasserreservoir, das mehrere Quellen und Teiche speist. Dazu gehören der See von Zaros, der Faneromeni-Damm und die Quellen des Almiros bei Ellinoperamata.

Das Psiloritis-Gebirge birgt zahlreiche Höhlen und Schluchten. Die bekannteste von ihnen ist die saftig grüne Gafaris-Schlucht in Rouvas. Zu erwähnen sind außerdem die Schluchten von Vorizia, Zoniana, Keri, Kroussonas, Vromonero und Asites sowie die Platania-Schlucht in Amari.

Das Dikti-Gebirge

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DIESES GEBIRGE LIEGT ZWISCHEN HERAKLION UND LASSITHI.

Sein höchster Gipfel ist der Spathi (2.148 m). Daneben gibt es zwei weitere Gipfel von über 2000 Metern. Die Lassithi-Hochebene, die größte Hochebene Kretas, liegt inmitten des Gebirges auf einer Höhe von 850 Metern. Sie ist umgeben von einer Reihe kleinerer Hochebenen, wie etwa Katharo, Limnakaro, Mari, Lapathos, Omalos, Erganos und Nisimos. Bei Limnakaro, dem Ausgangspunkt für den Aufstieg auf den Spathi, steht eine Berghütte.

In der Gegend von Lassithi sind mehrere Schluchten zu finden. Außer der Havgas-Schlucht bei Katharo und der Kalamafka-Schlucht sind noch die Schluchten von Sarakina, Adrianos, Ambelos, Roza und Kritsa zu nennen. Das Dikti-Gebirge verfügt über eine äußerst vielfältige Flora und Fauna. Die niedrigeren Berglagen sind von Olivenbäumen, Johannisbrotbäumen und Pinien bedeckt. Im Südosten der Insel liegt bei Selakano der größte Pinienwald Kretas und beim Dorf Krasi befindet sich der Steineichenwald Azilakodasos.

Die fruchtbaren Hochebenen und Täler des Dikti-Gebirges versorgen die Insel mit vielen landwirtschaftlichen Produkten, wie etwa Kartoffeln, Gemüse, Birnen, Äpfeln, Walnüssen und Kirschen. Traditionell werden in dieser Gegend außerdem Schafe und Ziegen gehalten. Die berühmte Diktische Höhle, in der nach einer der Überlieferungen Zeus geboren worden sein soll, ist für die Öffentlichkeit freigegeben.

Das Asterousia-Gebirge

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ASTEROUSIA IST DAS SUEDLICHSTE GEBIRGE GRIECHENLANDS.

Es erstreckt sich zwischen der Hochebene von Messara und dem libyschen Meer, begrenzt von der Küstensiedlung Tsoutsouras im Osten und von Kap Lithino im Westen. Dieses Gebirge ist nicht sonderlich hoch (sein höchster Gipfel ist der Kofinas mit 1.231 Metern).  Es ist jedoch aufgrund des rauen Geländes, der unbefestigten Straßen, der tiefen Schluchten und der steilen Abhänge nur schwer zugänglich.

Es ist gekennzeichnet von hohen Temperaturen und kargen Landschaften mit geringer Vegetation, die vor allem aus Buschland besteht. Die wenigen jungen Triebe, die in diesem dürren Landstrich überleben, werden sehr schnell von den stets hungrigen Ziegen gefressen. Karge Berge, eindrucksvolle Felsen und steile Klippen, die bis zum Meer abfallen, verleihen dieser Landschaft eine geheimnisvolle Ausstrahlung.