Die osmanische Ära | Pages

Die osmanische Ära

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Nachdem sie den Besitzanspruch auf Konstantinopel stabilisiert hatten, nahmen sich die Osmanen im 17. Jahrhundert neue Eroberungen zum Ziel. Kreta geriet aufgrund seiner strategischen Lage im Mittelmeer bald in den Fokus ihrer Expansionspolitik.

Nach heftigen Kämpfen schafften es die Osmanen die Städte Chania im Jahre 1645 und Rethymnon im Jahre 1646 zu besetzen. Jedoch blieb die letzte Festungsanlage, die große Festung von Candia, bis 1669 unter venezianischer Herrschaft, als sie nach 21 Jahren der Belagerung fiel. Der Fall von Candia war der Beginn einer leidvollen Zeit für die Christen auf Kreta.

Gegen die Besetzung Kretas durch die Osmanen begehrte die einheimische Bevölkerung bald in zahlreichen Aufständen auf. Besonders die Befreiung der Mutterinsel Griechenland im Jahre 1821 ließ die Hoffnungen der Kreter auf Freiheit wiederaufleben. Nach der großen kretischen Revolution von 1866-1869, bei der das Kloster Arkadi zerstört und die Dörfer der Lassithi-Hochebene geplündert wurden, rückte die Freiheit näher denn je. Allerdings vergiengen einige weitere harte Jahre bis zur Autonomie Kretas und zur Union mit Griechenland im Jahre 1898 bzw. 1913.