Schluchten

Die geologischen Umwälzungen von Millionen von Jahren spiegeln sich stark im ausgeprägten Relief der Insel wider.

Als sich Berge erhoben, hat das Flusswasser seinen korrodierenden Weg durch den Kalksteinboden fortgesetzt und so entstand das heutige “Land der Schluchten”, Kreta. Mit mehr als 400 Schluchten besitzt Kreta die größte Zahl an Schluchten in Griechenland.

An den Ausläufern der Weißen Berge liegt die Provinz Sfakia, wo sich die berühmteste Schlucht in Europa befindet, die eindrucksvolle Schlucht von Samaria. Tausende von Besuchern laufen jeden Sommer durch die Schlucht. Sie beginnt auf der Hochebene von Omalos, durchläuft einen zauberhaften dichten Pinien- und Zypressenwald und sehr enge Pässe mit senkrechten Wänden, die bis zu 500m hoch sind, und endet am Meeresdorf Agia Roumeli. Andere bekannte Wanderschluchten der Insel sind die Schlucht von Imbros, die in der Nähe der Hochebene Askyfou beginnt, die wilde Schlucht von Aradena, die grünbewachsene Schlucht von Sfakiano, die Schlucht Kallikratis, die wilde Schlucht Tripiti und die berühmte Schlucht von Agia Irini, die am Strand von Sougia endet. In den Regionen Zourva und Karanou gibt es einige grüne Schluchten, und in Chania findet man unter anderem die eindrucksvollen Schluchten von Diktamos, Lissos, Topolia, Asfendou, Kambos, Sirikari und Sassalos.

Auch in Rethymnon gibt es verschiedene zugängliche, schöne Schluchten. Die bekannteste ist die Schlucht Kourtaliotiko, durch die der Fluss Megalos fliesst, und die am schönen Strand von Preveli mit seinem berühmten Palmenhain endet. Das ist die Schlucht mit dem meisten Wasser auf Kreta und dort hindurch zu wandern, von den Quellen bis zum Strand, ist ein aufregendes Erlebnis. Weitere Schluchten, die zum Wandern geeignet sind, sind unter anderem die doppelte Schlucht von Kollita in der Gegend Argyroupolis, die Schlucht Kotsifos bei Plakias, die Schlucht vom Heiligen Anton in Patsos, die Schlucht Prasano und die Schlucht Platania. In der Nähe von Rethymnon gibt es die wilden Schluchten von Myli, Vederi und Gallos.

TippDER NAME DER PROVINZ SFAKIA KOMMT VON DEM WORT SFAX, DAS "KLUFT" BEDEUTET. ALSO IST DIE WOERTLICHE BEDEUTUNG VON SFAKIA "DAS LAND DER SCHLUCHTEN".

DIE BESTEN SCHLUCHTEN

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In Heraklion findet man auch viele Schluchten, von denen die meisten die Berge Psiloritis und Asterousia durchqueren. Auf Asterousia gibt es wunderschöne Wanderschluchten; die wichtigsten sind Agiofarago, Martsalo und Trafoulas. Aber die berühmteste ist die Schlucht Gafaris auf dem Berg Psiloritis, die den wundervollen Eichenwald von Rouvas durchquert. Andere Schluchten von Psiloritis sind die Schlucht von Kroussonas, durch die der minoische Pfad zur Idäischen Grotte führt, die Schluchten Vromonero und Vorizano und die zwei kleinen Schluchten von Asites (Heiliger Charalambos und Heiliger Anton). In der Nähe der Stadt Heraklion befinden sich die wilden Schluchten Karteros, Kounavi, Sylamos, Almyros und Venerato. Zudem finden wir an den westlichen Hängen der Berge von Lassithi die Schluchten von Roza, Ambelos, Apotyposi und von dem Fluss Aposelemis bei Hersonissos.

In der warmen und trockenen Region von Ostkreta trocknen die meisten Schluchten im Sommer aus, aber es gibt auch ein paar grüne Oasen wie die Schlucht Richtis mit ihrem eindrucksvollen Wasserfall. Im Gebirgsmassiv von Dikti befinden sich einige sehr eindrucksvolle Schluchten; die bekanntesten darunter sind Sarakina bei Mythi, Kritsa, Adrianos, Hangas bei Kalamafka und Havgas auf der Hochebene von Lassithi. Einige noch eindrucksvollere Schluchten, meist von Pinienwäldern umgeben, befinden sich auf dem Berg Thrypti.

Darunter sind die Schluchten von Pefki, Orino, Ahlia und Mylonas die beliebtesten. In der Gegend von Zakros dominiert die unheimliche Schlucht der Toten, die ihren Namen den minoischen Gräbern in den Höhlen ihrer Wände verdankt. Andere lokale Schluchten sind die trockenen Schluchten Katsounaki, Lamnoni, Agia Irini und Pervolakia. Im Gemeindebezirk von Nord-Mirabello befinden sich einige weniger bekannte Schluchten, die ideal für leichtes Wandern sind, wie Kouroukoulos, Havgas bei Plaka und Skotini.